Mittwoch, 18. April 2018

So schnell ist alles wieder grün

Wer hätte das gedacht, dass in so kurzer Zeit, die Natur so schnell aufholt. Das ist doch der helle Wahnsinn. Wenn ich mir überlege, dass vor nicht mal 3 Wochen noch Frostige Temperaturen herrschten und ich noch dick eingemummelt in der Baumschule rumlief.
Dann ist das, was jetzt los ist, unglaublich.
Temperaturen um 25 Grad. Alles blüht, alles grünt.
Das Unkraut, nein es ist ja Wildkraut. Aber manchmal lästig, nein immer! 
Gerade das Springkraut und gegen das heißt es hacken, hacken und nochmals hacken.
Ich in meinem Garten noch nicht mal die Rosen geschnitten, hatte noch keine Zeit. Aber vielleicht schaffe ich es diese Woche am Abend mal. Es ist ja lange hell. Dann noch die Rispenhortensien, die vertragen auch noch einen Schnitt. Der Rasen sieht auch noch ein bisschen mau aus. Er bedarf Dünger und Bodenaktivator. Obwohl der Boden bestimmt gut durchlüftet wird, denn ich vermute mal das er stark unterhöhlt ist, denn der Maulwurf war im Winter sehr aktiv. Wenn man überlegt, dass der Maulwurf am Tag die dreifache Menge seines Eigengewichtes frisst, dann denke ich habe ich nicht viel Bodenleben mehr im Garten.
Aber ich denke, die Natur hält von selber ein gewisses Gleichgewicht. Wenn ich grabe habe ich viele Regenwürmer und Kleinstlebewesen sehe ich noch nicht mal.
Also auf in den Garten, es ist die schönste Zeit im Garten.
Viel Freude

Montag, 23. Oktober 2017

Steingarten und Co Vol. 3

Und was sagt man dazu, 75 % Insekten Sterben. 

Das ist doch wohl der Hammer. Schuld ist natürlich nur die Landwirtschaft. Iss schon klar. Naklar geht es den Landwirten darum genügend von Ihrem Acker herunter zu holen. Und dann sollte ein lästiges Wildkraut nich den guten Boden blockieren und auch nicht die Laus, oder der Käfer das Gemüse anfallen. Denn wir Verbraucher wollen doch kein angefressens Obst oder Gemüse essen.
"Igitt, wenn ein Salat Läuse hat, und die dann im Wasser schwimmen und ich muss da rein fassen. Nicht auszudenken was mit meiner Hand passiert. Sie könnte angefressen werden von den wilden Läusen. Huch da ist noch ein Raupe. Also den Salat werde ich nicht mehr essen, der wandert in die Tonne!"

Also,  was lernen wir daraus? 

Das der Verbraucher nur Top Obst und Gemüse akzeptiert und deshalb wir auch da eine Verantwortung mit tragen, an dem Sterben der Insekten. Dann kommt noch mein Lieblings Thema. Der Steingarten. Ja ich hacke immer wieder darauf rum, denn wieso machen die Menschen das, dass sie ihre Gärten in heiße Steinwüsten umwandeln. Dann wunderen sie sich das keine Biene mehr durch den Garen fliegt. Ach die Vögel dürfen wir ja auch nicht vergessen, denn keine Insekten- keine Vögel. Ach das verwundet? J
Ja das ist so das Spiel der Natur. Fressen und gefressen werden. Haben die Insekten keine Nahrung, haben die Vögel auch einen sehr ausgedünnten Speiseplan.
Und die Zukunft sieht düster aus. Denn wenn die Insekten aus bleiben, wird unser Speiseplan auch dünner. Ich habe den Anfang von dem Buch "Die Geschichte der Biene" gelesen, ich konnte nicht zu Ende lesen, denn dann könnte ich nicht mehr schlafen.
Es ist gruselig was der Mensch in einer so kurzen Zeit mit der Erde macht  und das alles aus Gier.
Nena hat in einem sehr schönen Lied eine Text Passage gesungen "ich will nicht arm sein, aber Geld macht mich nicht glücklich!" das fand ich sehr bemerkenswert und es regt zu Nachdenken ein.


Sonntag, 17. September 2017

Steingarten und Co Vol. 2

Es geht weiter, die Menschen sind es immer noch nicht müde, sich Steine in den Garten zu schütten.
Das nennt man dann Pflegeleicht.
Es kommen immer mehr Menschen zu mir, mit Schadbildern von Pflanzen, die langsam aber sicher das Zeitliche segnen.
Sie wollen Spritzmittel kaufen und sie retten. Es gibt aber kein Ungeziefer an den Pflanzen und eine Pilzliche Erkrankung kann ich auch nicht erkennen. Sie möchten diese, für sie wertvollen Pflanzen retten. Aber warum gehen sie ein?
Ja, warum?
Die Pflanzen gehen ein, da keine Bodenbelüftung mehr stattfinden kann.
Sie meinen, sie haben doch aber Vliese und Folien gekauft, die Wasserdurchlässig und Atmungsaktiv sind. Ja das stimmt, aber...

Haben Sie sich schon mal überlegt wer denn im Boden für die Atmung sorgt?
In der oberen Schicht des Bodens gibt es ein Bodenleben, Millionen von Mikroorganismen und unsere lieben Regenwürmer, Asseln und andere kleine Getiere, diese alle sorgen dafür das der Boden belüftet wird. Organische Stoffe, wie Laub und andere abgestorbenen Pflanzenteile, werden zu Humus umgesetzt. Diese werden dann im Oberboden untergemischt und sorgen für eine optimale Bodenbelüftung.
Das Problem sind nicht unbedingt die Steine, das üble an der Sache sind die Folien und Vliese, die zwischen Steine und Boden gelegt werden.
Das Bodenleben kann nicht mehr an die Obrfläche gelangen, da eine Sperrschicht zwischen Steine und Boden liegt. Wäre diese Schicht nicht vorhanden, dann wäre das alles kein Problem. Man hat Angst, dass sich die Steine mit dem Boden vermischen könnten und es ist sicher leichter eines Tages die Steine wieder zu entfernen.
Steine sind nicht gerade günstig. Sie erhöhen das Kleinklima und der Tau kann sich nicht mehr nieder lassen. Es gibt nichts mehr für die Insekten zu finden. Das Bodenleben zieht sich zurück. Es gibt nichts positives dazu zu berichten.
Denken Sie mal darüber nach, ob sie das alles wollen!

Freitag, 18. August 2017

Das Leben ist Veränderung, der Garten ist Veränderung!

Das Leben ist Veränderung!

Im Leben gibt es immer wieder Veränderungen! Wenn man sich vorstellt, jeder Tag wäre gleich, wie langweilig es dann im Leben ist. Wir unterliegen  einer Struktur, die jeden Tag eine Wiederholung mit sich bringt. Manchmal müssen wir aber aus dieser Struktur ausbrechen und eine Veränderung in unserem Leben zulassen.

Ein Leben ohne Veränderung! 

Tagaus, Tagein, jeden Tag immer das gleiche. Aufstehen, Frühstücken, zur Arbeit gehen, evtl. zwischendurch noch die Kinder versorgen, einkaufen, nach Hause kommen, essen kochen. Fernsehen oder Garten oder Buch lesen, zu Bett gehen. Vielleicht noch einem  Hobby nachkommen. Und so vergeht jeder Tag, auf irgendwie die gleiche Art und Weise. 
Ist es dann nicht ganz normal, dass man  eine Veränderung herbei sehnt. Wir werden heute alt, sehr als und das Leben ist lang. Darum ist es wichtig eine Veränderung zuzulassen. 

Der Garten ist Veränderung! 

Ich finde der Garten ist das beste Beispiel für Veränderung, denn hier verändert sich jedes Jahr so viel, dass man schon gezwungen ist, es zu verändern. Wir legen ein neues Beet an, mit kleinen Pflanzen und Stauden. Das erste Jahr sieht noch alles sehr mickrig aus und das zweit Jahr, da haben die Gehölze und Stauden sich den Gegebenheiten angepasst und wachsen gut. Im dritten und vierten Jahr ist alles Super Schön. Dann fängt es an, dass es nicht mehr so harmonisch aussieht und die ersten Veränderungen nehmen ihren lauf. Ausgesamte Stauden die zuviel sind, werden aus dem Beet entfernt, Pflanzenteile werden abgeschnitten. Manche nicht so schöne Pflanze wird durch eine schönere ersetzt. Und so geht es immer weiter. Dann denkt man, och da in der hinteren Ecker ist noch eine Lücke, da passt noch ein Strauch hin. Und so verändert sich der Garten von Jahr zu Jahr.

Das Leben ist schön, mit Veränderung! 




 

Dienstag, 16. Mai 2017

Ich bin Gärtnerin und mache die Welt bunt!

Viele Blüten braucht die Welt! 

Unsere Umwelt wird immer Bienen unfreundlicher, alles wird puristischer und steriler.
Man sagt das die Biene im Herbst verhungert und nicht mehr gestärkt genug in den Winter geht.
Ist das nicht schrecklich?
Was hat Einstein mal gesagt: " 3 Jahre ohne Bienen und der Mensch würde verhungern!"
Die Rapsfälder blühen und sind auch schon Bienen da?
Gestern hatte ich eine Kundin, die wieder einmal Ihren Garten Bienenunfreundlich gestallten möchte.
Der Grund dafür waren die Kinder und sie hätte keine Zeit, Beete zu säubern. Also Steine und Bienenunfreundliche Pflanzen. Denken die Menschen eigentlich mal an unsere Zukunft?
Die Kinder auf der Terrasse sollen nicht mit den Insekten in Berührung kommen, sie könnten gestochen werden.
Was ist nur los mit den Menschen.
Wie haben wir es geschafft erwachsene Menschen zu werden und durch das Leben zu kommen.
Überall nur Grün, keine Farbe. Ach ich habe das Grau vergessen.
Ich bin Gärtnerin und mache die Welt bunt!




Dienstag, 17. Januar 2017

Den Garten 'Winterfest' machen


Den Garten Winterfest machen 

So soll der Titel in einer Heimischen Zeitung im Oktober lauten. 

Wir befinden uns Mitte Oktober und es hat geregnet. Es beginnt die ideale Zeit Bäume und Sträucher, Hecken und Koniferen und viele andere Gehölze zu pflanzen und umzupflanzen. Der Boden ist warm und die Pflanze kann jetzt im warmen und feuchten Boden einwurzeln. Sie brauch sich um nichts anders zu sorgen als um das Anwachsen. Im Frühling kann sie dann schon gut angewachsen ihr Blüten und Blätter entfalten.
Und dann schreiben die "Winterfest machen" was für ein Blödsinn!

Jetzt wo ich den Blogartikel weiter schreibe ist es Januar und ich habe auf unsere Internetseite http://baumschule-krause.de/winterschutz-an-gehoelzen-und-rosen/ gerade darüber einen Blog geschrieben.
Wie kommt das, dass Redakteure nicht richtig recherchieren und dann so etwas schreiben.
Ist es Unwissenheit?
Oder steckt da Lobbyismus dahinter?
Ich denke beides!
Denn seinen wir mal ganz ehrlich, wer schaltet dauernd Anzeigen?
Und wer profitiert von den ganzen Anzeigen!
Es geht letztlich immer nur ums Verkaufen.
Denn Winterschutz heißt, dafür Zutaten zu kaufen, um Kübel im Pflanzen oder nur Pflanzen vor Kälte zu schützen. Keiner macht sich Gedanken darüber wie das mit einfachen Mitteln geht, mit Naturmaterialien, die man im Garten sowieso hat. Deshalb wird dem Hobbygärtner soggeriert, jetzt im Oktober, wenn du im Bau.- u. Hobbymarkt bist, kannst du schon mal an das ein oder andere Vliese denken. Eine Haube für die Stammrose und noch andere komische Dinge.
Ja so ist das.

Ich hab meinen Garten so was von Winterfest! 

Das Laub liegt schön in den Beeten verteilt, die Rosen sind mit Tannenreisig abgedeckt und die Kübel sind zusammengestellt. Mehr brauch man nicht. Was zu bedenken ist, dass Kübelpflanzen die nicht Winterhart sind, einen Stellplatz bekommen sollten, der Frostfrei und hell ist. Wenn diese einfach nur in den Keller geräumt werden, wo es zu warm und gleichzeitig zu dunkel ist, fangen sie schnell an hochzugeilen und mit langen komischen Trieben sich zum Licht zu orientieren.
Kühl und Hell, dass ist der ideale Platz.

Alle anderen Winterharten Pflanzen im Kübel sollten dann geschützt zusammengestellt werden und dann kann man ein Wintervliese drumherum schlagen. Das Gießen bei Frostfreien Tagen nicht vergessen und dann reicht das schon.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der Kindgerechte Garten

Unsere Kinder in der Watte Wolke

Der Garten wird von vielen Menschen als die Oase im Stressigen Alltag gesehen. Das ist was ganz wertvolles. Viele Menschen möchten gerne ihrem Garten auch in die Kindgerechte Spieloase umwandeln. Dazu werden alle Gehölze aus dem Garten verbannt die in irgendeiner Weise für die Kleinen eine Gefahr darstellen können. Ob es Dornen oder Stacheln sind, oder Giftige Teile eine Pflanze, oder Beeren. Dann wird nach einer Alternative gesucht. Diese darf dann natürlich ihr Laub nicht abwerfen. Das würde ja Dreck verursachen. Und so weiter. Aus der Praxis heraus kann ich noch viel mehr darüber erzählen. Es macht mich sehr wütend, dass unser Kinder nicht mehr zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen erzogen werden. Das sie verhätschelt und verpäppelt werden. Mama und Papa fahren die Kleinen bis ins letzten Teeniealter überall hin. Das die Sprösslinge sich nur nicht verausgaben. - Aber ich schweife ab- das Thema macht mich echt wütend. 
Dann wird auch fleißig tolle Putzmittel gekauft, damit die Bude auch steril ist und bloß keine Keime in der Wohnung zu finden sind. Das suggeriert uns ja auch die Werbung. Reinlichkeit- Sauberkeit- alles toll! Schöne heile Welt. 
Und was ist das große Übel an der Sache. 
Unsere Kinder werden krank. Sie können keine Abwehrkräfte mehr bilden, da sie ja so steril gehalten werden. Im Garten dürfen Sie nicht mit schmutzigen Händen einen Apfel essen, ach du liebe Zeit er ist ja auch nicht abgewaschen. Sie könnte ja auch beim Spielen ausrutschen und sich dann an einem Rosenbusch verletzten. Oder an der Brennesel verbrennen. Mein Gott, wie oft bin ich damals über des Bauen Stacheldraht geklettert, habe mir die Hose (damals hatten wir alle diese Schlaghosen an) aufgerissen und bin dann noch in die Brenneseln gefallen.
Und... Hilfe ich lebe noch! Mir geht es gut, habe keine Allergien und ich weiß auch nicht. 
Aber der kindgerechte Garten, ist das nicht der Garten, in dem man dem Kind die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur beibringt. Was Mutter Natur alles zu bieten hat. Die Beeren für die Vögel, warum eine Pflanze Stacheln hat, warum manche Beeren für uns Menschen genießbar und manche es nicht sind. All das sollten Kinder lernen. Denn was ist wenn sie in einem anderen Garten mal spielen und dieses nie kennengelernt haben, die Versuchung ist groß. Und dann ist das Kind in den Brunnen gefallen. 
Kinder müssen lernen mit der Gefahr umzugehen. Das ist das Leben. Wenn wir unsere Kinder da nicht darauf vorbereiten, wie sollen sie es dann im Leben zurecht komme?

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