Sonntag, 2. September 2018

Gärten des Grauens

so ist der Titel einer Facebook Seite. Das find ich gut. Mittlerweile werden in Neubaugebieten solche Gärten verboten. Das ist auch richtig so. Denn Geschmack ist ja eine Sache, aber wenn jeder das macht, dann haben wir ja nur noch Grusel-Gärten und keinen Lebensraum mehr für Insekten und Vögel. Denn wie wir wissen, fressen Vögel Insekten und Insekten irgendwelche anderen Insekten oder irgendwelches Grünzeugs. Also ist es wichtig wieder mehr Blüten in die Gärten zu bringen.
Die Städte und Gemeinden geben Häuslebauern ja immer ein Liste an die Hand, damit sie Stäucher und Bäume pflanzen sollen.
Das wird dann mit Widerwillen umgesetzt. Wahrscheinlich werden dann die Sträucher nach Bauabnahme aus dem Garten entfernt und Thuja und Co gepflanzt.
Was ich viel wichtiger finde ist, dass den Menschen gesagt wird, dass Sie wenigsten Blüten Sträucher pflanzen sollen, die meisten blühen und tragen auch Früchte. Gut die Forsythe ist schön und leider können Insekten nix damit anfangen, aber in einer großen Forsythie kann mal ein Vogel sein Nest aufschlagen und in dem Dickicht seine Jungen aufziehen. Das ist doch schon mal was.
Unser Gesellschaft möchte Pflegeleicht Gärten haben. Also sollte wir Gärtner doch in der Lage sein den Menschen einen solchen Garten an die Hand zu geben. Denn schließlich sind wir Gärtner  und wissen was zu tun ist.
In dem Fernsehbericht, vom SWR (unten ein Link) war ein Gärtner (Galabau) der dann meinte, er bediene ja schließlich Kundenwünsche. Und wenn er das nicht umsetze, dann mache es jemand anders. Ja, weil sie alle Geldgeil sind. Naklar jeder möchte Geld verdienen, aber muß das denn auf Kosten von der Natur und Umwelt sein?
Geht es nicht anders?
Der Stauden Ring (unten ein Link) hat tolle Konzepte entwickelt die den pflegeleichten Garten ermöglichen und zudem bestimmt Kostengünstiger sind als ein Schottergarten mit aufgestellten Granit Säulen und Gambionen. ( die je eigentlich dazudaseinsolleumetwasabzustützen)
Wenn ich das höre aus dem Beitrag, das ein solcher Garten 15- 30ig tausend Euro kosten kann, da geht mir doch der Draht aus dem Hut.
Ne da ist Geld vorhanden und die Menschen stecken es in Steine. Dann doch lieber in Pflanzen.
Also wenn ich schon so viel Geld in die Hand nehme, dann sollte es doch auch schön sein.
Ha, da sind wir wieder bei dem Thema "über Geschmack lässt's sich streiten!
Wir hatten da auch ein Kundin, die wollte erst einen Japan Garten haben, hätte ich toll gefunden. Aber leider hat sie keinen Galabauer gefunden der ihr das umsetzt. Sie ist immer wieder von den "Gärtnern" versetzt worden. Dann hatte sie schon keine Lust mehr und wollte schlußendlich 2 Kugelbäume und Rasen in ihren Vorgarten setzten.
Naja, Pflegeleicht und ein wenig schön. Aber Ökologisch nicht wertvoll. Oh doch in den Bäumen können Vögel brühten, aber welche? Denn es ist ein Neubaugebiet und in diesem ist fast jedes Haus mit einem "Garten des Grauens" versehen. Denn es ist ja Trend und sieht zudem gut aus!!!!
Nun haben wir mit der Kundin zusammen ein Konzept von dem Stauden Ring ausgewählt, welches den Garten schön und ökologisch macht. Sie pflanzt nun Insekten in ihren kleinen Garten.
Auch die Kinder haben einen Nutzen davon, denn sie lernen sie endlich kennen, dies kleinen Lebewesen. Die für unser Aller  Wohl sehr wertvoll sind.
Also machen Sie mit und pflanzen Sie nicht nur Gehölze in den Garten um was für den Vogelschutz zu tun, pflanzen Sie Insekten!
https://www.staudenring.com

https://www.ardmediathek.de/tv/Zur-Sache-Baden-Württemberg/Gärten-des-Grauens/SWR-Baden-Württemberg/Video?bcastId=610194&documentId=53582880



Donnerstag, 5. Juli 2018

Sonne, Sand und Meer, was will man mehr?

Jetzt haben wir schon unglaublich schöne Stunden die Sonne genießen können. Was für eine fantastische Zeit. Ich kann mich schon garnicht mehr daran erinnern, wann wir mal einen solch wunderbaren Sommer gehabt haben. Einfach toll.
Wenn man durch die Gegend fährt, dann fällt einem auf, dass dieser Sommer und diese Frühjahr schon deutlich Spuren hinterlassen haben.

Getreide & Co

Der Raps ist noch nicht geerntet, dafür ist die Gerste von den Feldern schon runter und wenn man den Weizen so sieht, dann ist der auch schon bald dran. Unglaublich. Für die Landwirtschaft ist das alles nicht einfach. Auch der Gärtner leidet unter dieser Hitze, denn die Pflanzen haben Durst. Großen Durst.
Gestern bin ich an einem Feld mit Mais vorbeigefahren, der war gerade mal 70 cm hoch, und ein anderes wiederum, es war in Weser Nähe, da war der Mais schon fast 2 m hoch.
Welch ein Unterschied. Die Natur wird auf eine große Herausforderung gestellt.

Stadtpflanzen

Viele Bäume lassen schon Ihre Blätter fallen, denn diese können sie nicht mehr versorgen. Ein frühzeitiger Laubfall. Gerade im Stadtbereich ist es extrem, denn die Hitze, die von den Häusern abgestrahlt wird, ist sehr stark.
Die Blüten der Pflanzen vertrocknen teilweise an den Pflanzen.

Alles gut versorgen

Wir sind in dieser Zeit damit beschäftigt, alles gut mit Wasser zu versorgen. Die Spränger laufen und ich bin froh darüber, dass wir einen schweren Boden haben, der die Feuchtigkeit gut hält. Im Garten kann man auch das richtige für die Pflanzen tun, denn mit der richtigen Technik, ist es nicht mehr so Zeitaufwendig. Eine Beregnung für den Hausgarten ist auch nicht zu teuer. Wenn man seine Zeit dagegen rechnet. Viele Menschen haben Angst vor den Kosten des Wassers.  Da das Stadtwasser teuer ist. Da haben Sie wohl recht, aber viele Gemeinden bieten einen Aussenwasser Zähler an, da wird dann nur das Wasser abgerechnet, kein Abwasser, denn das ist ja das teure. Fragen Sie bei der Stadt nacht.
Damit die Pflanzen Wasser genug bekommen. Denn wir leben in einen Land wo wir nicht an Wasser sparen müssen, auch wenn das die Versorger uns vorgaukeln.
Eben im Radio kam das auch wieder vor, Wasser sparen. Weil die Versorger veraltete Systeme haben, sollen wir darunter leiden.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Sommer, endlich Sommer!

Was haben wir da lange darauf gewartet, dass es endlich wieder einen Sommer gibt. Nun ist er da und schon eine sehr lange Zeit. Denn der ganze Mai, war Sommer und der Juni hat auch warm begonnen. Es ist eine absolute Rosenzeit und alles hat auf einmal geblüht. Das war schon der Wahnsinn. Aber nun ist Sommer.
Ab zum Baggersee!
Aber nein da geh ich nicht rein!
Der Garten ruft, es ist eine schöne Zeit im Garten, die wirklich schnell alles hat grünen und blühen lassen. Das helle Maigrün ist sehr schnell wieder zu dunkelgrün geworden. Viele Pflanzen sind früh erblüht, man denke an die Linden, die Robinien und auch die Rosen. Eigentlich blühen die Rosen erst Mitte Juni auf. Dann ist die Blüte, doch dieses Jahr ist sie Mitte des Monats schon vorbei.
Das ist alles sagenhaft.
Ich erinnre mich noch an das Jahr 2013, da war im März Winter, aber richtiger Winter, mit Eis  und Schnee. Und der März hat ein tiefes Loch in die Kassen der Gärtner getrieben. dieses Loch konnte nicht gestopft werden, da die Kunden im April auch wegblieben. Es wurde ein neuer Trend entwickelt. Der Trend, Steine in den Garten zu legen. Diese Steine ersetzen die Pflanzen und das brach vielen Kollegen das Genick.
Aber ich will nicht über Steine reden das macht mich echt irre.
Viel lieber erzähle ich von dem was ich alles so erlebe, oder wenn Kunden mir Schadbilder von Gehölzen bringen. Es ist immer spannend zu recherchieren, um welche Krankheit es sich handelt oder welches (Un)Geziefer. Gestern berichtete mir ein Kunde, er hätte seine Hecke geschnitten und dabei eine Entdeckung gemacht.
In seinem Ahorn ist ein Riss und am Ende war ein große Loch. Er stocherte mit einem Draht in das Loch und stellte fest, dass er fast 15 cm herunter kam. Es hatte einen Durchmesser von ungefähr 1 cm. Dann entdeckte er noch eine Hülle einer Puppe. Damit kam er dann zu mir und ich fand heraus, das es sich um einen Falter handelte. Eine Ahornrindeneule, ein Schmetterling. Der Kunde wollte diesen bekämpfen, aber warum?
Nur wegen einem Loch im Baum?
Wenn der Baum gut genährt und gesund ist, dann tut ihm das nicht weh. Denken wir doch an den Falter. Er hat sicher auch eine Aufgabe in der Natur.
Wir müssen uns immer vor Augen halten,
"die Natur braucht den Menschen nicht, aber wir brauchen die Natur!"
Wir würden wir leben, wenn es keine Bäume mehr um uns herum gäbe?


Mittwoch, 18. April 2018

So schnell ist alles wieder grün

Wer hätte das gedacht, dass in so kurzer Zeit, die Natur so schnell aufholt. Das ist doch der helle Wahnsinn. Wenn ich mir überlege, dass vor nicht mal 3 Wochen noch Frostige Temperaturen herrschten und ich noch dick eingemummelt in der Baumschule rumlief.
Dann ist das, was jetzt los ist, unglaublich.
Temperaturen um 25 Grad. Alles blüht, alles grünt.
Das Unkraut, nein es ist ja Wildkraut. Aber manchmal lästig, nein immer! 
Gerade das Springkraut und gegen das heißt es hacken, hacken und nochmals hacken.
Ich in meinem Garten noch nicht mal die Rosen geschnitten, hatte noch keine Zeit. Aber vielleicht schaffe ich es diese Woche am Abend mal. Es ist ja lange hell. Dann noch die Rispenhortensien, die vertragen auch noch einen Schnitt. Der Rasen sieht auch noch ein bisschen mau aus. Er bedarf Dünger und Bodenaktivator. Obwohl der Boden bestimmt gut durchlüftet wird, denn ich vermute mal das er stark unterhöhlt ist, denn der Maulwurf war im Winter sehr aktiv. Wenn man überlegt, dass der Maulwurf am Tag die dreifache Menge seines Eigengewichtes frisst, dann denke ich habe ich nicht viel Bodenleben mehr im Garten.
Aber ich denke, die Natur hält von selber ein gewisses Gleichgewicht. Wenn ich grabe habe ich viele Regenwürmer und Kleinstlebewesen sehe ich noch nicht mal.
Also auf in den Garten, es ist die schönste Zeit im Garten.
Viel Freude

Montag, 23. Oktober 2017

Steingarten und Co Vol. 3

Und was sagt man dazu, 75 % Insekten Sterben. 

Das ist doch wohl der Hammer. Schuld ist natürlich nur die Landwirtschaft. Iss schon klar. Naklar geht es den Landwirten darum genügend von Ihrem Acker herunter zu holen. Und dann sollte ein lästiges Wildkraut nich den guten Boden blockieren und auch nicht die Laus, oder der Käfer das Gemüse anfallen. Denn wir Verbraucher wollen doch kein angefressens Obst oder Gemüse essen.
"Igitt, wenn ein Salat Läuse hat, und die dann im Wasser schwimmen und ich muss da rein fassen. Nicht auszudenken was mit meiner Hand passiert. Sie könnte angefressen werden von den wilden Läusen. Huch da ist noch ein Raupe. Also den Salat werde ich nicht mehr essen, der wandert in die Tonne!"

Also,  was lernen wir daraus? 

Das der Verbraucher nur Top Obst und Gemüse akzeptiert und deshalb wir auch da eine Verantwortung mit tragen, an dem Sterben der Insekten. Dann kommt noch mein Lieblings Thema. Der Steingarten. Ja ich hacke immer wieder darauf rum, denn wieso machen die Menschen das, dass sie ihre Gärten in heiße Steinwüsten umwandeln. Dann wunderen sie sich das keine Biene mehr durch den Garen fliegt. Ach die Vögel dürfen wir ja auch nicht vergessen, denn keine Insekten- keine Vögel. Ach das verwundet? J
Ja das ist so das Spiel der Natur. Fressen und gefressen werden. Haben die Insekten keine Nahrung, haben die Vögel auch einen sehr ausgedünnten Speiseplan.
Und die Zukunft sieht düster aus. Denn wenn die Insekten aus bleiben, wird unser Speiseplan auch dünner. Ich habe den Anfang von dem Buch "Die Geschichte der Biene" gelesen, ich konnte nicht zu Ende lesen, denn dann könnte ich nicht mehr schlafen.
Es ist gruselig was der Mensch in einer so kurzen Zeit mit der Erde macht  und das alles aus Gier.
Nena hat in einem sehr schönen Lied eine Text Passage gesungen "ich will nicht arm sein, aber Geld macht mich nicht glücklich!" das fand ich sehr bemerkenswert und es regt zu Nachdenken ein.


Sonntag, 17. September 2017

Steingarten und Co Vol. 2

Es geht weiter, die Menschen sind es immer noch nicht müde, sich Steine in den Garten zu schütten.
Das nennt man dann Pflegeleicht.
Es kommen immer mehr Menschen zu mir, mit Schadbildern von Pflanzen, die langsam aber sicher das Zeitliche segnen.
Sie wollen Spritzmittel kaufen und sie retten. Es gibt aber kein Ungeziefer an den Pflanzen und eine Pilzliche Erkrankung kann ich auch nicht erkennen. Sie möchten diese, für sie wertvollen Pflanzen retten. Aber warum gehen sie ein?
Ja, warum?
Die Pflanzen gehen ein, da keine Bodenbelüftung mehr stattfinden kann.
Sie meinen, sie haben doch aber Vliese und Folien gekauft, die Wasserdurchlässig und Atmungsaktiv sind. Ja das stimmt, aber...

Haben Sie sich schon mal überlegt wer denn im Boden für die Atmung sorgt?
In der oberen Schicht des Bodens gibt es ein Bodenleben, Millionen von Mikroorganismen und unsere lieben Regenwürmer, Asseln und andere kleine Getiere, diese alle sorgen dafür das der Boden belüftet wird. Organische Stoffe, wie Laub und andere abgestorbenen Pflanzenteile, werden zu Humus umgesetzt. Diese werden dann im Oberboden untergemischt und sorgen für eine optimale Bodenbelüftung.
Das Problem sind nicht unbedingt die Steine, das üble an der Sache sind die Folien und Vliese, die zwischen Steine und Boden gelegt werden.
Das Bodenleben kann nicht mehr an die Obrfläche gelangen, da eine Sperrschicht zwischen Steine und Boden liegt. Wäre diese Schicht nicht vorhanden, dann wäre das alles kein Problem. Man hat Angst, dass sich die Steine mit dem Boden vermischen könnten und es ist sicher leichter eines Tages die Steine wieder zu entfernen.
Steine sind nicht gerade günstig. Sie erhöhen das Kleinklima und der Tau kann sich nicht mehr nieder lassen. Es gibt nichts mehr für die Insekten zu finden. Das Bodenleben zieht sich zurück. Es gibt nichts positives dazu zu berichten.
Denken Sie mal darüber nach, ob sie das alles wollen!

Freitag, 18. August 2017

Das Leben ist Veränderung, der Garten ist Veränderung!

Das Leben ist Veränderung!

Im Leben gibt es immer wieder Veränderungen! Wenn man sich vorstellt, jeder Tag wäre gleich, wie langweilig es dann im Leben ist. Wir unterliegen  einer Struktur, die jeden Tag eine Wiederholung mit sich bringt. Manchmal müssen wir aber aus dieser Struktur ausbrechen und eine Veränderung in unserem Leben zulassen.

Ein Leben ohne Veränderung! 

Tagaus, Tagein, jeden Tag immer das gleiche. Aufstehen, Frühstücken, zur Arbeit gehen, evtl. zwischendurch noch die Kinder versorgen, einkaufen, nach Hause kommen, essen kochen. Fernsehen oder Garten oder Buch lesen, zu Bett gehen. Vielleicht noch einem  Hobby nachkommen. Und so vergeht jeder Tag, auf irgendwie die gleiche Art und Weise. 
Ist es dann nicht ganz normal, dass man  eine Veränderung herbei sehnt. Wir werden heute alt, sehr als und das Leben ist lang. Darum ist es wichtig eine Veränderung zuzulassen. 

Der Garten ist Veränderung! 

Ich finde der Garten ist das beste Beispiel für Veränderung, denn hier verändert sich jedes Jahr so viel, dass man schon gezwungen ist, es zu verändern. Wir legen ein neues Beet an, mit kleinen Pflanzen und Stauden. Das erste Jahr sieht noch alles sehr mickrig aus und das zweit Jahr, da haben die Gehölze und Stauden sich den Gegebenheiten angepasst und wachsen gut. Im dritten und vierten Jahr ist alles Super Schön. Dann fängt es an, dass es nicht mehr so harmonisch aussieht und die ersten Veränderungen nehmen ihren lauf. Ausgesamte Stauden die zuviel sind, werden aus dem Beet entfernt, Pflanzenteile werden abgeschnitten. Manche nicht so schöne Pflanze wird durch eine schönere ersetzt. Und so geht es immer weiter. Dann denkt man, och da in der hinteren Ecker ist noch eine Lücke, da passt noch ein Strauch hin. Und so verändert sich der Garten von Jahr zu Jahr.

Das Leben ist schön, mit Veränderung! 




 

Kontaktformular

Name

E-Mail *

Nachricht *