Mittwoch, 29. Mai 2013

Spritzschaden, was nun?

Gestern hatte ich in der Baumschule einen Anruf voller Panik. Eine Frau ist am Telefon und fragt, „wenn sie in die Baumschule kommt ob da auch ein Gärtner ist?“ Ich stutzte und fragte freundlich was sie denn auf dem Herzen hätte, da sie ja in einer Baumschule angerufen hat und dort  überwiegend Gärtner sind. Ganz aufgelöst erzählt die Frau mir folgende Geschichte. Ihr Mann hat ihre Rosen gespritzt und jetzt drehen sich die Blätter und die Stiele hängen. Nachdem sie mir das erzählt hat, stellte ich die Frage mit was er denn die Rosen gespritzt hat. „Mit einem Unkrautvernichtungsmittel, auf der Flasche wo es drin war konnte man es nicht mehr richtig lesen und da dachte er, da so viele Blüten darauf abgebildet seinen, es handel sich um ein Insektenmittel oder so.“ Na toll! Deshalb wollte die Dame einen Gärtner sprechen und nach Hilfe fragen. Tja, leider musste ich Ihr sagen dass da eigentlich jede Hilfe nichts nützt, sie könnte noch versuchen die Pflanzen stark zurück zu schneiden, aber große Hoffnung kann ich ihr nicht mehr geben.
Wenn mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet wird sollte unterschieden werden zwischen drei Gruppen;  Fungizide, Insektizide und Herbizide. Das Fungizid ist ein Pilzmittel, Insektizid ein Insektenvernichtungsmittel und das Herbizid ist ein Unkrautvernichtungsmittel. Es gibt noch weitere Gruppen aber die sind in diesem Fall nicht von Bedeutung. Wenn mit diesen Gruppen gearbeitet wird dann sollten 2 Spritzen zur Ausbringung eingesetzt  werden. Eine Spritze mit Spritzschirm zur Unkrautbekämpfung und eine weitere für die Insekten- und Pilzbekämpfung.

Um zu vermeiden dass irgendwann das Schild auf der Flasche nicht mehr lesbar ist, kann ein kleines Büchlein verwendet werden, wo die Mittel die im Gebrauch sind aufgeschrieben werden. Die Gruppe der Herbizide sollte extra gestellt werden und die anderen zwei Gruppen können zusammen aufbewahrt werden, es  ist auch ratsam die Mittel so aufzubewahren das sie dunkel, kühl und Frostfrei stehen. Am besten in ein verschließbares, wasserundurchlässiges Gefäß, so kann keine Verwechselung und ein Auslaufen mehr auftreten. 

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